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Hintergründe ...
Hier finden Sie einige Hintergrundinformationen zur Person Frank Sinatra

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Sinatra, Frank

Sinatra, Frank, eigentlich Francis Albert Sinatra, (1915-1998), amerikanischer Sänger und Filmschauspieler.

Sinatra wurde am 12.Dezember 1915 als Sohn sizilianischer Einwanderer in Hoboken (New Jersey) geboren, wo er die Demarest High School besuchte. Nachdem er ursprünglich Journalist werden wollte, begann er eine Karriere als Sänger, zunächst als Mitglied des Quartetts The Hoboken Four. 1939 sang Sinatra in der Band von Harry James, von 1940 bis 1942 war er Sänger im Orchester von Tommy Dorsey. Er erreichte enorme Popularität, auch durch seine Auftritte bei Radio und Fernsehen. Seine intensive, unverwechselbare Stimme und sein subtiler Gesangsstil brachte ihm den Beinamen „The Voice” ein. Durch seinen schmachtenden, gefühlvollen Gesang wurde er zum Idol der Teenager, bei denen er wie Popstars der heutigen Zeit eine Massenhysterie auslöste. Ab Mitte der vierziger Jahre übernahm Sinatra auch Rollen in Filmmusicals wie Anchors Aweigh (1945; Urlaub in Hollywood), Till the Clouds Roll By (1946; Bis die Wolken vorüberzieh’n) und On the Town (1949; Heute geh’n wir bummeln, Regie Stanley Donen und Gene Kelly). Probleme mit seiner Stimme und das Aufkommen der Rock’n’Roll-Musik beendeten zunächst seine Karriere als Sänger. Aber schon kurze Zeit später gelang ihm ein eindrucksvolles Comeback im Filmbusiness. Für die sensible Verkörperung des Soldaten Angelo Maggio in Fred Zinnemanns From Here to Eternity (1953; Verdammt in alle Ewigkeit, nach dem Roman von James Jones). In diesem Militärfilm, der kurz vor dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbor angesiedelt ist, demonstrierte Sinatra seine große Leinwandpräsenz als Partner von Burt Lancaster und Montgomery Clift.

Es folgten u. a. Otto Premingers The Man with the Golden Arm (1955; Der Mann mit dem goldenen Arm) an der Seite von Kim Novak, in dem Sinatra einen rauschgiftsüchtigen Schlagzeuger verkörperte, High Society (1956; Die oberen Zehntausend) mit Bing Crosby und Grace Kelly, The Manchurian Candidate (1962; Botschafter der Angst) und The Detective (1968; Der Detektiv). Neben seiner Filmarbeit setzte er auch seine Karriere als Sänger erfolgreich fort. Zusammen mit seinen Freunden Dean Martin und Sammy Davis jr. hatte er gefeierte Auftritte. Mit ihnen bildete er das so genannte Rat Pack, und er stand mit ihnen auch vor der Kamera, z. B. in der Gaunerkomödie Ocean’s Eleven (1960; Frankie und seine Spießgesellen) und der Westernparodie 4 for Texas (1963; Vier für Texas, Regie Robert Aldrich). In dem Kriegsfilm None but the Brave (1964/65; Der Lohn der Mutigen) führte Sinatra selbst Regie. Nach seiner Hauptrolle in dem Thriller The First Deadly (1980; Die erste Todsünde) zog er sich fast völlig aus dem Filmbusiness zurück und widmete sich wieder seiner Karriere als Sänger. Ende der achtziger Jahre absolvierte er zusammen mit Liza Minnelli und Sammy Davis jr. eine erfolgreiche Welttournee, noch 1993 feierte er ein großartiges Comeback.

Zu seinen größten Erfolgen zählen die Songs Autumn in New York, My Kind of Town, I’ve Got You under my Skin, Three Coins in the Fountain, My Blue Heaven, Chicago, Come Fly with Me, Witchcraft, L.A. Is My Lady, The Lady Is a Tramp, Can-Can, All the Way, Strangers in the Night, My Way und New York, New York, die teilweise zu Evergreens wurden. Noch in den neunziger Jahren stand Sinatra im Plattenstudio: Für das Album Frank Sinatra Duets arbeitete er u.a. zusammen mit Barbra Streisand, Aretha Franklin, Julio Iglesias und Bono, dem Sänger der irischen Rockgruppe U2. Wegen privater Skandale und angeblicher Kontakte zur Mafia geriet er immer wieder in die Schlagzeilen der Boulevardpresse. Er war u.a. mit den bekannten amerikanischen Filmschauspielerinnen Ava Gardner (1948-1957) und Mia Farrow (1966-1968) verheiratet. Frank Sinatra starb 82-jährig am 14. Mai 1998 in Los Angeles.

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